
Chen bringt eine Art des Geschichtenerzählens hervor, die ohne Sprache, nur durch Klang vermittelt. Ihre Kunst befasst sich mit der Verschiebung von Geschichte und Geschichten aufgrund von Migrations- und Integrationsprozessen, dem Verlust und der Aneignung von Sprache, der Frage, wie die Vergangenheit durch ererbte und gelebte Erfahrungen zugänglich gemacht und zurückverfolgt werden kann, und der Bedeutung, diese Art von klingender Reflexion und Kommunikation in unsere zukünftigen Generationen zu bringen. Indem sie die verstärkte Stimme dem analogen Zuckungschaos von Ciat Lonbardes „Fourses" gegenüberstellt, beschwört sie eine Art gemeinsamen resonanten Körper/Raum herauf, der sich in einer Rückkopplungsschleife aus Imagination, Berührung, Vibration, Klang und akustischem Empfinden verwandelt.